Historisches Maintal
„Binnig“ - das Maintal in Bad Berneck früher und heute
Der
aktuelle
Standort
bietet
einen
spannenden,
vielfältigen
Blick
in
die
Geschichte.
Die
Maintalstraße
hier,
auf
der
auch
der
Thiesenring
einige
Meter
verläuft,
war
in
früheren
Zeiten
eine
der
Haupterschließungsstraßen
ins
Fichtelgebirge.
Die
Route
der
heutigen
Bundesstraße
B
303
durch
den
Binnig,
wie
der
Bereich
beim
heutigen
Aldi-Supermarkt
genannt
wird,
mit
den
Brücken
über
die
Ölschnitz
und
den
Weißen
Main,
gab
es
noch
nicht.
Die
Wege
führten
am Hang entlang.
Im
Bereich
des
heutigen
Gärtnereiwegs
unterhalb
vom
Rotherspark,
zweigte
früher
und
auch
noch
heute
eine
bergseitige
Erschließungsstrecke
über
die
„Warmeleite“
(auch
„Sommerleite“
genannt)
über
Bärnreuth
–
Wülfersreuth
ab.
Die
Strecke
auf
der
anderen
Seite
des
Tals,
die
in
historischen
Zeiten
eher
einem Feldweg geglichen hat, verlief im urwaldähnlichen, sumpfigen Talgrund nach Goldmühl.
Letztes
Relikt
der
Bergbauzeit
war
die
sog.
„Goldschlag“
im
hiesigen
Ortsteil
„Binnig“
–
die
spätere
Lackfabrik
Schwabetan,
heute
ein
kleiner
Gewerbepark
zwischen B303 und Weißem Main.
Die
Maintalstraße
hatte
als
„Fichtelgebirgsstraße“
auch
immer
eine
überörtliche
Bedeutung.
Erstmals
wurde
1862
eine
Straßenverbindung
zwischen
Berneck und Wunsiedel angelegt, die Maintalstraße hieß.
Die
Verbindung
wurde
im
Dritten
Reich
als
„Ostmarkstraße“
ausgebaut,
Beginn
der
Strecke
war
die
Autobahnausfahrt
westlich
Bad
Berneck.
1937
wurde
mit dem Bauabschnitt Bad Berneck – Wunsiedel begonnen. 1941 mussten die Arbeiten kriegsbedingt eingestellt werden.
Die
heutige
Bundesstraße
B
303,
gar
mit
Europastraßenstatus
E
48
(Schweinfurt-Schirnding/Eger-Prag),
orientiert
sich
in
diesem
Bereich
stark
am
historischen Verlauf.
Interessant
ist
an
hiesiger
Stelle
auch
der
ostseitige
Gebirgsblick
ins
enge
Maintal
–
(in
Richtung
Frankenhammer;
Fotostandort
„Sonnenweg“
(bei
Tafel
21))
bzw.
der
westseitige
Blick
–
in
die
sich
allmählich
Main-
und
Kronachtal-Auen
in
Richtung
Himmelkron
–
Zottaschen/Königstuhl
ausbreiten
(im
historischen
rechten Bild oben noch mit intaktem Rimlasgrund ohne Steinbruch - um 1930).
Bei
Frankenhammer
war
und
ist
als
Relikt
die
Brücke
beim
Glasenbauern,
bis
1790
gar
eine
Zollstation,
für
den
Ernteweg
des
dann
schon
mit
Wiesen
kultivierten Maintals, erhalten.
Beide
Bauwerke
existieren
noch
heute
(Lage
siehe
historische
Karte
unten).
Zudem
wurden
durch
die
frühere
Maintalstraße
die
Bergwerksbetriebe
in
der
„Goldmühle“
(Poch-
und
Schleifwerke),
Brandholz
(das
eigentliche
Bergbaurevier)
und
der
„Schmelz“(-ofen)
(im
Ortsteil
Escherlich)
erschlossen.
Im
Goldbergbaumuseum
in
Goldkronach
und
am
Infozentrum
und
in
den
Besucherstollen
am
Goldberg
bei
Goldkronach
lässt
sich
heute
viel
über
den
früheren (Gold-)Bergbau in der Region erfahren.