Tafel
Dendrologischer Garten
Der Rotherspark - Entdecken Bäume und
Pflanzen aus aller Welt
Noch
nie
von
einem
Dendrologischem
Garten
gehört?
Kein
Wunder
–
solch
eine
Sammlung
von
Bäumen
und
Sträuchern
ist
eine
Rarität.
In
Bad
Berneck
wächst
er
auch
noch
auf
einem
geschichtsträchtigen
Gelände.
Denn
in
den
Tiefen
des
heutigen
Gartens
liegt
ein
historisches
Bergwerk.
Kein
Geringerer
als
Alexander
von
Humboldt
führte
dort
einst
als
junger
Mann
Experimente zum Bergbau durch.
Auf
diesem
brachliegenden
Hügel,
einer
Schutthalde
des
stillgelegten
Alaunschiefer-Bergwerks
„Beständiges
Glück“,
legte
der
Naturliebhaber
und
Weltreisende
Wilhelm
Rother
Mitte
des
neunzehnten
Jahrhunderts
eine
Sammlung
von
Gehölzen
aus
aller
Welt
an.
Mit
Bäumen
und
Sträuchern,
die
er
von
seinen
Reisen
mitbrachte,
schuf
er
dort
mit
hohem
Kostenaufwand
ein
botanisches
Kleinod.
Der
kleine
Park
ist
von
vielen
Spazierwegen
durchzogen,
die
dem
Flanieren
der
Kurgäste dienten.
Verschiedene
Arten
fremdländischer
sowie
einheimischer
Laub-
und
Nagelgehölze
sind
dort
zu
bewundern,
darunter
beispielsweise
Rot-
und
Zerreichen,
Douglasien,
Esskastanie,
Pyramideneiche
sowie
orientalische
Fichten.
Das
Besondere
ist
auch
das
hohe
Alter
der
Bäume.
Die
meisten
davon
wurden
bereits
vor
mehr
als
150
Jahren
gepflanzt.
Heute
kann
man
die
Geschichte
des
Gartens
auf
einem
Lehrpfad
erkunden
oder
bei
einer
Führung
genauer
kennenlernen.
Als
Gegenstück
zum
Kneipp-Kurpark
der
Stadt
bietet
der
Dendrologische
Garten
eine
besondere
Abwechslung für Baumfreunde.
Herbstphänomene im Rotherspark
Der
Rotherspark
ist
in
jeder
Jahreszeit
ein
Erlebnis,
aber
ganz
besonders
lohnt
sich
ein
Besuch
auch
im
Herbst,
wenn
sich
die
Blätter
der
Laubbäume
in
unzählige
Farbtöne
verwandeln
und
den
ganzen
Park
in
ein
Farbenmeer verwandeln.
Im
Herbst
ziehen
die
Bäume
das
Chlorophyll
der
Blätter,
welches
für
die
grüne
Blattfärbung
verantwortlich
ist,
in
Stamm
und
Äste
ein.
Nun
treten
für
einen
kurzen
Zeitraum
andere
Farbstoffe
des
Baumes
in
den
Vordergrund,
da
sie
vom
Chlorophyll
nicht
mehr
überdeckt
werden.
Das
Rot
ist
zudem
eine
Signalfarbe
für
Insekten,
an
diesen
Blättern
keine
Eier
abzulegen,
da
sie
bald
abfallen
werden.
Des
Weiteren
sind
diese
Farbstoffe
wichtig
für
Enzyme,
welche
den
Bäumen
den
„Transport“ des Chlorophylls ermöglichen.
Der
Park
trägt
den
Namen
seines
Gründers.
Der
Waldsassener
Fabrikant
Wilhelm
Rother
(1818
–
1898)
war
einer
der
frühen
begeisterten
Kurgäste
im
Ort.
Im
Jahr
1861
verlegte
er
seinen
Wohnsitz
nach
Berneck,
nahm
regen
Anteil
am
öffentlichen
Leben
und
förderte
den
Kurbetrieb.
Der
Obelisk
mitten
im
Rotherspark
wurde
Wilhelm
Rother
1900
als
Dankesgeste
von
der
Stadt gewidmet.
Alexander von Humboldt in Berneck
Auf
dem
Gelände
des
ehemaligen
Bergwerks
im
Rotherspark
wurde
von
1486
bis
1841
Alaunschiefer
abgebaut.
Der
weltberühmte
Alexander
von
Humboldt
(1769
–
1859)
testete
hier
Ende
des
18.
Jahrhunderts
eine
selbst
entwickelte
Grubenlampe,
da
er
die
Arbeitsbedingungen
untertage
für
die
Bergarbeiter
verbessern
wollte.
Bei
dem
gut
dokumentierten
Experiment
kam
er
selber
nur
knapp
mit
dem
Leben
davon,
wurde
ohnmächtig
von
seinem
Assistenten
gerettet.
Sobald
er
wieder
bei
Bewusstsein
war,
stürzte
er
zurück
in
das
Bergwerk
um
zu
kontrollieren
ob
seine
Lampe noch brannte - sie brannte noch !
In
der
nahegelegenen
ehemaligen
Goldgräber-
und
„Humboldt-Stadt“
Goldkronach
kann
man
im
Goldbergbaumuseum
,
an
historischen
Stätten
und
auf
Wanderwegen
viel
über
den
historischen
Bergbau
sowie
das Leben und Wirken von Humboldt erfahren.